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Öffentliche Aufträge : Heimische Betriebe zuerst

baustelleAls Verschwendung der Steuergelder und schädlich für Südtirol wertet die BürgerUnion die gängige Praxis der Landesregierung, öffentliche Aufträge in zunehmendem Maße an Provinz-fremde Betriebe zu vergeben. "Die Landesregierung scheint auf den Geschmack gekommen zu sein, Nicht-Südtiroler zum Handkuss kommen zu lassen und zugleich die Südtiroler Wirtschaft auszubluten. Wir Südtiroler Unternehmer schaffen Arbeitsplätze in Südtirol und bezahlen direkt und über Lohnnebenkosten unsere Steuern in den Südtiroler Haushalt ein. Von dort geht das Geld direkt und mit Vorliebe an Konkurrenz von außerhalb, die keinen Cent in den Südtiroler Steuertopf einzahlen, uns jedoch das Überleben schwer machen," schreibt der Wirtschaftssprecher der BürgerUnion, Dietmar Zwerger in einer Aussendung der Partei.
 
LH Kompatscher, der sich gerne in die Nähe der Südtiroler Wirtschaft rückt, scheint nicht ganz zu verstehen, dass die öffentlichen Gelder, die an Konkurrenz aus dem Süden geht, nie wieder nach Südtirol zurückkommen und weder Arbeitsplätze noch Wohlstand in Südtirol schaffen. "Im Gegenteil müssen Südtiroler Betriebe Angestellte entlassen und zum Teil komplett schließen, während munter Südtiroler Millionen gen Süden fließen," so Zwerger weiter.
 
Konkret hat das Land Südtirol sowohl 2015 als auch 2016 rund eine halbe Milliarde Euro an öffentlichen Aufträgen vergeben. Während 2015 noch 42% davon an auswärtige Betriebe gingen, wurden 2016 mehr als die Hälfte der Aufträge an Betriebe außerhalb Südtirols. "Am eklatantesten war das Fremdgehen der Landesregierung bei den Lieferaufträgen, von denen 2016 sage und schreibe 82% an Provinz-fremde Betriebe gingen. Während unsere Klein- und Mittelbetriebe ums nackte Überleben kämpfen, füttert das Land mit deren Steuergelder Konzerne aus dem Süden," so die harsche Kritik von Zwerger an der Vergabepraxis des Landes.
 
Dabei hat das Land laut Zwerger mit dem Vergabegesetz alle Möglichkeiten, weitaus mehr öffentliche Aufträge im Land zu halten. "Man muss jedoch nicht nur können, sondern auch wollen. Hier fehlt eindeutig der politische Wille vor allem die Lust, sich im Interesse der heimischen Wirtschaft, aber auch zur Sicherung der Arbeitsplätze, auf Mehrarbeit einzulassen. Der Schlendrian herrscht bei den Vergaben der Arbeiten vor, nur nicht zu kompliziert, nur nicht zu anstrengend, nur nicht viel Arbeit. Wenn dann die Südtiroler ihre Klein- und Mittelbetriebe der Reihe nach zusperren, scheint dies in der Landesregierung keinen zu interessieren. Wir hingegen fordern, vermehrt Aufträge in Südtirol zu halten. Die Devise muss sein: Südtirol zuerst-heimische Betriebe zuerst," schließt Zwerger die Aussendung der BürgerUnion.
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