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Wie die Landesregierung die Fahrradhelmaktion an Südtirols Schulen endgültig begräbt

169464 CRIVIT Kinder Fahrradhelm xxl"Die vor zwei Jahren von der Landesregierung beendete beliebte Fahrradhelmaktion an Südtirols Grundschulen ist wohl endgültig gestorben", bedauert der Landtagsabgeordnete der BürgerUnion, Andreas Pöder.

Schullandesrat Philipp Achammer hat nun in Beantwortung einer Landtagsanfrage von Andreas Pöder mitgeteilt, dass die Landesregierung die Helm-Aktion mit dem Angebot von stark vergünstigten Fahrradhelmen in den dritten Grundschulklassen nicht mehr wieder aufnehmen will. Stattdessen wird die Aktion Sicherheit am Schulweg (Radiospot) fortgesetzt. Darin sollen die Verkehrsteilnehmer zum vorsichtigen Fahren sensibilisiert werden und zudem erhalten die Kinder der ersten Grundschulklasse Warnwesten, teilt der Landesrat mit.

Andreas Pöder zeigt kein Verständnis für diese Vorgangsweise der Landesregierung. "Radiospot und Warnweste schön und gut, aber dass man dafür die Fahrradhelmaktion an Südtirols Grundschulen killen musste ist nicht nachvollziehbar. Möglicherweise ist der Werbeeffekt für die Landesregierung durch die Radiowerbung größer als durch das Angebot an die Eltern der Grundschüler, Fahrradhelme zu günstigen Preisen zu erwerben", so der Abgeordnete.

Bis inklusive zum Schuljahr 2014/2015 wurde an Südtirols Grundschulen die Fahrradhelmaktion durch-geführt, in deren Rahmen die Eltern für die Drittklässler vergünstigte Fahrradhelme erwerben konnten.

Die Eltern der Schülerinnen und Schüler der dritten Grundschulklassen wurden gefragt, ob sie einen vergünstigten Helm für ihr Kind erwerben wollten, man konnte zwischen Farben und Größen wählen.

Das Land erwarb die Helme im Rahmen einer Ausschreibung, übernahm die Hälfte der Kosten - die Eltern mussten somit nur mehr die Hälfte bezahlen.

Rund 2.800 Schülerinnen und Schüler bzw. deren Eltern nahmen das Angebot in Anspruch.

Zum einen war es aufgrund der Vergünstigung natürlich eine familienpolitische Aktion, wesentlich wichtiger aber war der Impuls zum Erwerb und zur Verwendung von Fahrradhelmen. Und die Großen sprich die Eltern mussten dann natürlich zwangsläufig dem Beispiel der Kleinen folgen und Fahrradhelme tragen. Eine Gewinnsituation für alle Beteiligten.

Mit Schuljahr 2015/2016 wurde diese Aktion für die dritten Grundschulklassen von der Landesregierung eingestellt, um Mittel für einen Radiospot freizumachen.

"Dabei müsste angesichts der Höhe der Summen, die sich im Bereich von 15.000 - 20.000 Euro bewegen doch beide Verkehrssicherheitsmaßnahmen finanzierbar sein", so Pöder.

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